Familie Falzari

Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, hat das wohl damit zu tun, dass Sie, außer Informationen zu unserem Agriturismo zu suchen, auch neugierig sind, wer denn dahinter steckt, wer sie erwartet, wenn Sie Ihren Urlaub bei uns verbringen werden.

Also ich selbst bin Roberto und habe damit begonnen, den Agriturismo aufzubauen, weil er mir die Freiheit versprach, meine Erde zu bearbeiten, und zwar ohne feste Arbeitszeiten und den vielen Regeln, denen unsere Gesellschaft unterworfen ist. Mit 20 habe ich eine einfache Rechnung angestellt: wenn ich an jedem Tag meines Lebens nur eine Stunde damit zubringe, einen Parkplatz zu suchen oder in einem Bus oder Zug an den Arbeitsplatz zu gelangen, dann habe ich nach weiteren, sagen wir einmal, 60 Lebensjahren ca. 3 – 4 Jahre damit verbracht, und zwar so wie ich mich kenne, mit schrecklichen existentiellen Zweifeln und einem tiefen Sinn der Unnützlichkeit, die für meinen Charakter letal sind.

Wie Sie vielleicht bemerkt haben, liebe ich Kosten-Nutzen-Rechnungen, die Nützlichkeit der Dinge, Strategien, Produktion, alternative Ideen und deswegen gefällt mir das Unternehmertum, und insbesondere bin ich fasziniert von Unternehmerfiguren, die Geschichte gemacht haben, indem sie die Idee der sozialen Unternehmen entwickelt haben, Unternehmen, deren Ziel nicht nur ein Einkommen ist, sondern für ein ganz bestimmtes Gesellschaftsmodell steht.

Das Land gibt mir mit seiner Einfachkeit und seinem Reichtum den Sinn, den ich im Leben suche. Ich liebe einen guten Tropfen Wein und beim Weinbau fasziniert mich die technische Kreativität, die dabei abverlangt wird, die Forschung und Suche nach neuen Lösungen, um sich auf immer wieder veränderte Gegebenheiten einzustellen. Die Arbeit im Weinkeller und die Heilung der Krankheiten, die die Pflanzen befallen können, sind für mich totlangweilig, aber das Beschneiden der Olivenbäume ist für mich fast Meditation in Bewegung (man muss auf den Baum klettern!) auch wegen der Ruhe, die diese Bäume ausstrahlen.
Was ich noch mag ist der Getreideanbau und Brot backen.

Im Tourismus zu arbeiten bedeutet für etwas durchaus positives: Leute, die Urlaub machen, sind glücklich, und das geht auch auf mich über … und ich habe Spaß daran, anderen, in diesem Fall eben meinen Gästen, das Leben – und dazu gehören die Ferien – so angenehm wie möglich zu bereiten. Ich bin gern unter Leuten und bin auch für jeden Spaß zu haben. Ich halte mich für einen Menschen, der das große Glück gehabt hat, Eltern wie die meinen zu haben, die uns eine Menge mitgegeben haben und einen Bruder wie Sergio, mit der ich dieses Abenteuer teile.
Ich möchte sie Ihnen vorstellen:

Sergio: ein Mann, über den ich eine Komödie und einen Abenteuerfilm drehen könnte (oder einen lustigen Abenteuerfilm) In gewisser Weise ist er mein Gegenteil. Ich beginne mit dem, was ich mir leisten kann, mit dem, was ich in der Hand habe, er mit dem, was er erreichen will. Und er will immer hoch hinaus. Mutig, ehrgeizig, mit hochfliegenden Gedanken, lustig, auch weise und ganz “ein Mann, ein Wort”, was er sagt, wird gemacht und immer so (die Frage ist nur, ob er sich daran erinnert, was er gesagt hat). Er ist ein Don Chisciotte der Landwirtschaft, er wäre in der Lage, einen Acker mit einem Kaffeelöffel umzugraben, wenn er es sich in den Kopf gesetzt hätte, so wie er mit der Erde verbunden ist, ja so sehr, dass ich manchmal denke, er ist nur die menschliche Gestalt eines Naturgeistes.

Meine Eltern:

Meine Mutter ist Vulkan, der ständig neue Kunstprojekte auswirft, wir glauben inzwischen, dass sie irgendeinen Zaubertrank getrunken hat. Mit 70 hat sie einen Gewerbeschein beantragt, eine Macramé-Werkstatt in Florenz eröffnet und fährt kreuz und quer durch Italien, um Messen und Kunsthandwerkermärkte zu besuchen, eine Kraft der Natur … langsam beginnen wir uns Sorgen um sie zu machen. Ihre Kreationen finden Sie auch auf der Internetseite www.macrame-brescianino.it

Mein Vater, ja was soll ich über ihn sagen … wie alle guten Familienväter und Heimwerker, ging er einen schönen Samstag, an dem er nicht arbeitete, in einen Baumarkt und kam mit einer Stichsäge und einigen anderen Werkzeugen, die ihm fehlten, zurück und begann mit dem Bau einer Segelyacht (12 Meter lang und aus Aluminium)… unter anderem.

Kurz und gut, sie haben uns dahingehend erzogen, uns keine Grenzen zu setzen, daran zu glauben, dass uns alles gelingen kann und es nicht unbedingt notwendig ist, dass wir dazu vorher einen Lehrer finden müssen.

Ahhh, was ich noch sagen wollte… ich komponiere Musik, spiele gern Risiko, ich liebe es zu fliegen, zu segeln und zu tauchen.

www.viteprecedenti.info

Auf bald
Roberto

Sergio

1999 habe ich an der Universität Pisa mein Studium der Tiermedizin abgeschlossen. Erst danach habe ich verstanden, dass meine Liebe eher der Pflanzenwelt und der Erde als der Tierwelt galt, so wie es mir der Lebensstil auf dem Land mit dem täglichen Kontakt zu den Elementen zu verstehen gegeben hat. Aus diesem Grund habe ich begonnen, mich um die Landwirtschaft unseres Guts zu kümmern.

Im Laufe der Zeit hat mich die Leidenschaft für den Weinbau dazu gebracht, den gesamten Betrieb zu erneuern: von Geräten und Maschinen über den Weinkeller bis zu den Rebstöcken eines 2003 neu angelegten Weingartens von 3 Hektar. Meine spirituelle Überzeugungen wiesen mich folgerichtig zum biodynamischen Weinbau, den ich heute noch praktiziere.

Im Wein suche ich einerseits den möglichst authentischen Ausdruck der Rebsorte und des Bodens, auf der sie gewachsen ist, und bei der Weinerzeugung die persönliche, bewusste Interpretation der jeweiligen Traube und des Jahrgangs, die auch meinen Geschmack, meine Persönlichkeit und Sensibilität widerspiegeln sollen.

Inzwischen arbeite ich daran hauptsächlich mittels zweier „Experimente“: ein Sangiovese und ein sortenreiner Trebbiano Toscano, dem ich Eleganz und expressive Intensität verleihen möchte, ohne dabei den Kontakt mit Holz heranzuziehen. Seit 2003 unterstützt mich meine Lebensgefährtin Michela darin, indem sie mir, durch ihre Wahrnehmung und Intuitionen gelenkt, wertvolle Ratschläge gibt.

Meine Interessen stehen in Verbindung mit einer spirituellen Bildung bei Damanhur, insbesondere pflege ich die künstlerische Ausdrucksfähigkeit durch die Gestaltung von Skulpturen und Kreationen aus Ton und jungem Stein.

Zeichnen und Malen, Töpfern auf der Drehplatte und Bemalen der Keramik sind die anderen Leidenschaften, die ich zu entwickeln suche.

Seit jeher bin ich auch dem Segeln und Windsurfen verfallen.